WDR5 Stadtgespräch

Kurzmitteilung

Am Dienstag, den 05.03.2013 um 19:00 Uhr veranstaltet der WDR ein Stadtgespräch im Harenberg-Center in Dortmund am Hauptbahnhof. Der Eintritt ist frei. Diskutanten sind Christian Nienhaus (Geschäftsführer WAZ Mediengruppe), Prof. Ulrich Pätzold (Medienwissenschaftler) und Guntram Schneider (NRW-Arbeitsminister). Ausgestrahlt wird die Sendung am 07.03.2013 von 20:05 Uhr bis 21:00 Uhr auf WDR 5.

Imprssionen III

Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Dortmund am ehemaligen Redaktionssitz der Westfälischen Rundschau symbolisch die Meinungs- und Medienvielfalt zu Grabe getragen und einen Kranz mit der Aufschrift “Zu früh gestorben” niedergelegt. Zu der Protestaktion hatten die Gewerkschaften dju in ver.di und DJV-NRW Der anschließende Trauermarsch durch die Innenstadt endete mit einer Kundgebung.

Sehen Sie hier Bilder vom Trauermarsch: Weiterlesen

Westfälische Rundschau zu Grabe getragen

Medienpolitische Fehlentscheidung der WAZ
dju fordert Transfergesellschaft und Abmilderung

Ulrich Janßen

Ulrich Janßen , Bundesvorsitzender der dju in ver.di

Mit einem „Trauermarsch“ der Journalistengewerkschaften dju in ver.di und DJV haben heute in Dortmund rund 1.000 Menschen die Westfälische Rundschau zu Grabe getragen. Erstmals erschien die Zeitung im Verbreitungsgebiet mit Inhalten der Konkurrenzblätter und der WAZ. Die eigenen Redaktionen existieren nicht mehr – 120 Redakteurinnen und Redakteure sind von Entlassungen betroffen. Der Vorsitzende der Deutschen Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) in ver.di, Ulrich Janßen, warf der WAZ-Unternehmensgruppe „soziale Härte“ vor. Die ohne jede Beteiligung der Betroffenen geplante Schließung der WR-Redaktion treffe freie und angestellte Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen überraschend und hart. Es sei „geradezu peinlich“, dass der milliardenschwere WAZ-Konzern nun nicht einmal bereit ist, zusätzliches Geld für eine Transfergesellschaft bereit zu stellen.

Bitter sei auch die Lage der vielen freien Journalistinnen und Journalisten. “Wie die festangestellten Redakteure haben auch die freien Journalistinnen und Journalisten über Jahrzehnte den Journalismus der Westfälischen Rundschau geprägt. Medienpolitische Fehlentscheidungen und soziale Kälte gehen bei der Verlagsleitung des WAZ-Konzerns Hand in Hand“, sagte der dju-Bundesvorsitzende. Janßen rief die Verlagsleitung auf, wenigstens für eine Abmilderung der Situation der Betroffenen zu sorgen.

Den Trauermarsch zur Zentrale der Ruhrnachrichten, die ab sofort die lokalen Inhalte für die „Zeitung ohne Redaktion“ liefert, wurde von Redakteurinnen und Redakteuren, kaufmännischen Angestellten und Freien Journalistinnen und Journalisten angeführt. Unterstützung bekamen sie unter anderem von dem Kabarettisten Fritz Eckenga.