Zensur

Zensur bei der Westfälischen Rundschau, oder wie nennt man es, wenn Journalistinnen und Journalisten nicht über das Geschehen in ihrer Stadt berichten dürfen?

Heute Nachmittag erreichte die Lokalredaktionen der WR eine Mail von Lars Reckermann. Er ist Stellvertreter des Chefredakteurs und schreibt u. a. (Fehler im Original) “Liebe Kollegen, aus übergeordnetem Interesse [...] darf im lokalen eine Berichterstattungen die WR betreffend nicht stattfinden.”
In vielen Städten des Verbreitungsgebietes der WR hatte heute der DGB zu Pressekonferenzen geladen. Thema war das Aus der WR und die Medienvielfalt in den Kommunen. Eine Berichterstattung über diese Pressekonferenzen, die u. a. in Dortmund und Hagen stattfanden, ist den Kolleginnen und Kollegen verboten. Das ist ein Skandal!!!

Die Abonnentinnen und Abonnenten der WR-Postausgabe hielten heute übrigens eine andere Ausgabe in der Hand als die übrigen Leserinnen und Leser. Im Mantel der WR hatte die Redaktion Solidaritätsbekundungen veröffentlicht. Es fiel den Aufpassern bei der WR zu spät auf. Die sehr früh gedruckte Postausgabe war da schon auf dem Weg. In den anderen WR-Ausgaben fehlten die Solidaritätsbekundungen im Mantel.

Ergänzung: Auf Facebook ist zwischenzeitlich die Postausgabe vom 17. Januar aufgetaucht. facebook.com/WRMussBleiben